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Das globale Imperium

27.März 2012 at 17:40   (von RU nicht freigeschaltet)

Der Beitrag bezieht sich auf „Weltreiche damals und jetzt“ Von Paul Craig Roberts | 26.März 2012

Es gibt eine interessante imperiale Analyse von Krassimir Petrov, die gewisse imperiale Aspekte der USA beschreibt und den Überlegungen von Roberts entspricht. Auch die Analyse von Roberts ist sehr hilfreich, um die aktuellen Prozesse zu verstehen. Beide können uns bewahren, der Naivität zu verfallen, dass höhere Gründe zur kriegerischen Exzessen wie Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien führten.

Man hat doch den Eindruck, dass die imperialen Analysen zu sehr an einen einzelnen Staat sich klammern. Wir befinden uns doch in einem Zustand der Globalisierung, das bedeutet einfache Ausbreitung der Aktivitäten und Lokalisierung der Aktivitäten dort, wo sie am günstigsten zu bekommen sind. Warum soll das nicht die imperiale Aktivitäten betreffen ?

Jedes Imperium ist aus dem Finanzkern entstanden und nicht der Staat ist die Geburtsstätte des Imperiums sonder der Finanzkern. In der Globalisierung müssen wir uns damit abfinden, dass der Finanzkern, bezeichnet z.B. als “Finanz-Weltgemeinschaft”, also eher ein weltweites Netzwerk der Finanzen bildet. Es ist nicht an einen bestimmten Staat gebunden, deswegen ist es auch nicht zu erwarten, dass ein bestimmter Staat von ihm den Auftrag aller imperialen Aktivitäten auszuführen bekommt. Der Sinn der Globalisierung ist die Aufgaben optimal zu streuen, in dem Fall optimal für die “Finanz-Weltgemeinschaft”.

Jaques Attali definiert sogar die Globalisierung, als “Nomadisierung des Geldes” und wenn er Recht hat, dann werden auch die imperialen Aktivitäten, z.B. Kriege, eines globalen Imperiums “nomadisiert”, transferiert von einem Knoten des Imperiums zum anderen. Das hat den Vorteil, dass die “Finanz-Weltgemeinschaft” kann von Fall zu Fall der oder anderen Knoten mit den imperialen Aufgaben beauftragen.

Der Umgang der “Finanz-Weltgemeinschaft” mit der EU wäre das beste Beispiel. In der ersten Phase hat sie eine neue Währung unter fast Treibhaus-Bedingungen aufgebaut, die EU Zuschauer/Bürger sollen nicht denken, dass das ihr Werk ist, um in den letzten Jahren massiv die Währung anzugreifen. USA werden zwar anscheinend in den letzten Jahren etwas geschont, aber die Vorbedingungen für die Drainage wurden schon früher dort erreicht.

Was wären also die Knoten des Imperiums ? Das sind die organisierten Strukturen, nicht unbedingt Staaten, EU ist kein Staat, die in der Lage wären die imperialen Aufgaben/Aufträge zu übernehmen. Die einzige Bedingung ist, dass die Struktur von der “Finanz-Weltgemeinschaft” wenn nicht gänzlich, dann mindestens ausreichend kontrolliert ist. Die letzte Therapie der EU kann bedeuten, dass das globale Imperium bessere Kontrolle über den imperialen Knoten EU erlangen möchte. Die Reihe von den Ereignissen wie EU-Verfassung, EU-Vertrag, EU-Präsident, “Finanzkrise”, die Attacke gegen PIGS-Länder, EU-Steuer u.s.w. bekommt dann wirklich Sinn.

Die Öffnung der EU für die “Finanz-Weltgemeinschaft” über die EZB und ihre Massnahmen, die nichts anderes bedeuten, ale nur die Unterwerfung der EU, mit der ständigen Drainage der fiskalen Basis, hat zur Folge, dass EU zur einem blutlosen Zombie der “Finanz-Weltgemeinschaft” verwandelt wird, bereit alle seine Ressourcen im Dienst dieses Kern des Imperiums zu stellen.

Computerfehler als Geschäftsmodell

12.März 2012 at 14:31   (von RU nicht freigeschaltet)

Computerfehler als Geschäftsmodell

“einen (sicherlich unbeabsichtigten) klitzekleinen Fehler in der Software “RailSys” ”

Das ruft in die Erinnerung die berühmte s.g. “Finanzkrise” 2007/8, die jahrelang mühsam vorbereitet wurde. Es fehlte nur, dass das Geld in die richtigen Hände fliesst, wie das Insidergeschäft auch verlangt.

Es hat sich damals “einen (sicherlich unbeabsichtigten) klitzekleinen Fehler in der Software” eingeschlichen und zwar bei Moody’s, was den Schrottpapieren eine Wertung “AAA” verlieh. Nun, den gleichen “AAA” Computerfehler hatten auch S&P und Fitch.

Die Folge war, dass z.B. die deutschen Landesbanken kauften hemmungslos diese Papiere und so floss das Geld der deutschen Steuerzahler an die richtigen Hände.

Die Welt der Computerfehler kann so schön sein, besonders, wenn das das Geschäftsmodell ist.

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